Der Mai, der Mai – der ist doch wirklich ein Lieblingsmonat. Alles ist grün, die Temperaturen verscheuchen auch die letzte Frühjahrsmüdigkeit, irgendwie sind alle besser gelaunt und man möchte Abends draußen bleiben und morgens wieder früh aufstehen. Dazu geht man auf den Markt und es gibt so viel heimische Leckereien. Die ersten Erdbeeren, der Spargel, die zweite Runde Rhabarber-Kuchen …

Ich möchte euch hier einen etwas unbekannteren Maisprößling vorstellen, der noch dazu ein Slow-Food Arche Passagier ist. Den Spitzkohl. Die besondere Weißkohl-Sorte mit der charakteristischen Spitze findet im Mikroklima der Filderebene unweit von Stuttgart ausgezeichnete Wachstumsbedingungen. Mit seinen zarten Blättern ist er feiner und milder im Geschmack und nicht so lange haltbar wie Weißkohl. Den Kopf am besten in ein feuchtes Tuch wickeln und in den Kühlschrank legen, dann hält er zwei bis fünf Tage.

Er kann als Rohkost, gedünstet oder geschmort gegessen werden. Als erstes die äußeren Blätter entfernen. Werden für ein Rezept ganze Blätter gebraucht, die Blätter mit einem scharfen Messer unten am Stunk vorsichtig abschneiden. Die dicken Blattrippen keilförmig herausschneiden. Ganz junge Spitzkohlblätter müssen z. B. für Kohlrouladen nicht vorgekocht werden. Sie sind so weich, dass sich gut aufrollen lassen, ohne zu brechen.

Gerichte mit Spitzkohl am besten frisch essen. Beim Aufwärmen verliert Spitzkohl einen Teil seines feinen Aromas. Spitzkohl ist zudem viel besser verträglich als andere Kohlsorten.

Spitzkraut mit Chili und Frühlingszwiebeln

Spitzkraut, Frühlingszwiebeln, Chili, Limette, Schmand

Zubereitung: 20 Minuten Garzeit: 10 Minuten Gesamtzeit: 30 Minuten

Zutaten für 4 Portionen

½ Kopf Spitzkraut
3 Frühlingszwiebeln
1 rote Chilischote
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 Bio-Limetten
2 EL Schmand
4 EL süße Chilisoße
1 EL Sonnenblumenöl
1 TL brauner Zucker
Salz
Pfeffer

Zubereitung:

  1. Die Zwiebel schälen und würfeln.
  2. Die Knoblauchzehen schälen und würfeln.
  3. Die Schale der Bio-Limetten abreiben, anschließend die Limetten halbieren und den Saft auspressen.
  4. Die Frühlingszwiebeln putzen und waschen. Das obere Grün ca. 5 cm entfernen und das Weiße der Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden.
  5. Die Chilischote längs aufschneiden, entkernen und in feine Ringe schneiden.
  6. Das Spitzkraut halbieren, den Strunk herausschneiden und auf einem Gemüsehobel fein hobeln.
  7. Einen Topf erwärmen, das Öl hineingeben und die Zwiebel- und Knoblauchwürfel darin glasig dünsten.
  8. Das gehobelte Spitzkraut dazugeben und 3-4 Minuten bissfest garen.
  9. Mit Salz, Pfeffer, Limettensaft und abgeriebener Limettenschale, dem braunen Zucker,  der süßen Chilisoße sowie der fein geschnittenen Chilischote würzen.
  10. Die Frühlingszwiebeln dazugeben und weitere 2 Minuten garen.
  11. Zum Schluss das Chili-Spitzkraut noch mit Schmand verfeinern.

Guten Appetit!